Abnehmen ist seit Jahren der sehnlichste Wunsch von Sonja B. Doch alle Diäten oder Ernährungsumstellungen haben bisher immer nur kurzfristig Erfolg gezeigt. Deshalb geht Sonja das Thema jetzt auf andere Art und Weise an. Denn Abnehmen beginnt nicht zuletzt im Kopf. Sonja besucht aus diesem Grund ein Seminar, das auch nach versteckten Hindernissen und Hürden in ihrem Unterbewusstsein sucht, die möglicherweise die Ursachen für ihre Erfolglosigkeit in Sachen Abnehmen sind. Einen Kurs, der ihr dabei hilft, diese zu erkennen und dann vehement aus dem Weg zu räumen

Das Diätenkarussell

Ob Hollywood-Diät, Trennkost, Kohlsuppe, Schlank-im Schlaf-Methode oder schlichtes Kalorienzählen: Sonja B. hat wirklich alles schon versucht. Zehn Kilo abzunehmen, das ist ihr sehnlichster Wunsch. Den hat sie allerdings inzwischen auch schon seit gut zehn Jahren. Der langfristige Erfolg jedoch lässt bisher noch immer auf sich warten. Der Frust ist dementsprechend groß bei Sonja.

Ja, sicher, mit manchen Diäten erzielte sie kurzfristige Erfolge, andere hat sie schon sehr schnell wieder abgebrochen, weil sie die total eingeschränkten Ernährungsvorschriften nicht durchhalten konnte und wollte.

Auch eine Ernährungsumstellung half ihr, die lästigen Pfunde für einige Zeit loszuwerden. Doch von Dauer war am Ende keine der Methoden. Stets fiel sie schnell wieder in alte, ungesunde Muster zurück. Und genauso schnell fanden auch die ungeliebten Kilos wieder ihren Weg zurück auf Bauch und Hüften.

Der neue Weg

Um diesen unbefriedigenden Jojo-Effekt endlich zu besiegen und doch noch ihr Wunschgewicht zu erreichen, hat Sonja in ihrem neuen Abnehm-Seminar nun das richtige Handwerkszeug bekommen.

Denn ein wichtiger Bestandteil dieses Kurses besteht tatsächlich in regelrechter Detektivarbeit, bei der nach den innen liegenden Ursachen für das Extra-Gewicht geforscht wird. In einem der Kursteile nämlich wird sich ausführlich mit Überzeugungen und Glaubenssätzen beschäftigt.

Und genau hier stößt Sonja auf ihre ureigene Hürde in Sachen Abnehmen

Der Loyalitätskonflikt

Offenbar bekam Sonja schon in frühester Kindheit immer wieder zu hören: „Du bist ja wie Tante Berta!“ und „Du bist Tante Berta soo ähnlich...“ Das war durchaus wohlwollend gemeint. Denn Tante Berta war eine tolle Frau und die Lieblingstante von Sonja.

Sonja verbrachte unzählige wunderbare Ferientage bei der geliebten Tante und verbindet mit die schönste Zeit in ihrem Leben mit dieser Frau. Sie ähnelte der Tante wohl schon als Kind sehr im Wesen: Tante Berta war lieb, großzügig, hilfsbereit und immer auch für einen Spaß zu haben. Sonja ähnelt der Tante offenbar aber auch im Aussehen: die Nase, die Haare, die nicht ganz so langen Beine mit dem leichten O darin.

Allerdings: Tante Berta war eher gemütlich mollig als schlank in Sonjas Kindertagen. Und hier beginnt der Loyalitätskonflikt, in dem Sonja steckte, der ihr bisher aber nicht bewusst gewesen war. Wenn sie selbst ein ebenso toller, liebenswerter Mensch sein möchte wie Tante Berta es war, dann gehörte in ihrem Unterbewusstsein allem Anschein nach auch immer das Aussehen zum Gesamtpaket.

Sonja wuchs also mit der Überzeugung und dem Glaubenssatz auf, dass gute und wertvolle Menschen so sind wie Tante Berta. Und zu Tante Berta gehörte neben ihrem tollen Wesen eben auch das Molligsein.

Indem Sonja nun selbst seit Jahren gegen ihre eigenen für sie selbst überflüssigen Pfunde ankämpfte, verhielt sie sich nach ihrer inneren, allerdings unbewussten  Überzeugung eigentlich völlig illoyal gegenüber ihrer Tante. Sie hatte offenbar stets das Gefühl, diese zu kritisieren, wenn sie nicht so vollschlank aussehen wollte wie die geliebte und tolle Tante. Und vor allem das Gefühl, dann auch nicht ebenso wertvoll zu sein.

Dieses unangenehme, unbewusste Gefühl der Illoyalität hatte in ihrem Unterbewusstsein, unserer internen Schutzinstanz, offensichtlich mehr Gewicht und eine höhere Priorität, als der viel bewusstere Wunsch, endlich diese überflüssigen 10 Kilos zu verlieren.
Denn aus unserer Entwicklungsgeschichte heraus, war es lebensgefährlich die Zugehörigkeit und den Schutz der Familie oder Gruppe zu verlieren. Das ist in unserem Unterbewusstsein heute noch so gespeichert.

Die Lösung

Die Lösung des Konflikts lag darin, die Verbindung von Bertas guten Eigenschaften mit ihrem Aussehen aufzulösen und ebenso das Gefühl, dass sich Sonja illoyal gegenüber ihrer Tante verhält.
Sie darf auf ihre eigene Art und Weise lieb, gut und wertvoll sein. Dazu muss sie weder so sein wie Tante Berta noch so aussehen wie diese.

Diese Erkenntnis war ein äußerst bahnbrechender und befreiender Schritt für Sonja. Von nun an konnte sie die überflüssigen Pfunde leicht loslassen. Ohne Verzicht, ohne strenges Ernährungs- oder Sportprogramm. Große Mengen zu essen hatte ihr zuvor geholfen, das unangenehme Gefühl der Loyalitätskonfliktes nicht zu spüren.
Dieser Bedarf war jetzt einfach nicht mehr vorhanden. Sie hat wie von selbst zu einem natürlicheren, für sie passenderen Essverhalten gefunden Und die verlorenen Pfunde sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.

Happy End

An Tante Berta aber kann Sonja heute nun uneingeschränkt liebevoll positiv denken, ohne sich ständig mit ihr zu vergleichen oder ein schlechtes Gewissen zu haben, weil sie die eigenen überflüssigen Pfunde unbedingt loswerden wollte und dies nun auch erfolgreich und dauerhaft geschafft hat.

Vielleicht schaust auch Du einmal in Deiner Familie, ob vermeintliche Ähnlichkeiten oder Loyalitäten zu Familienmitgliedern eventuell auch Dich darin hindern, überflüssige Pfunde loszulassen…

Die Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie uns die Überzeugungen und Hindernisse in uns beeinflussen und es uns deutlich schwerer machen können, abzunehmen, leichter zu werden und ein gesünderes Leben zu führen.
Ebenso hindern sie uns auch, die vielen nützlichen, interessanten Tipps und Anregungen, die uns schon über den Weg gelaufen sind und von denen wir eigentlich wissen, dass sie gut für uns sind, zu unserem Wohl zu nutzen.


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